Das große Testen

von / Montag, 10 März 2014 / Veröffentlicht inBlog

Seit dem letzten Blogeintrag, der erschreckenderweise schon zwei Monate her ist, hat sich in der Dungeon League wieder einiges getan. Höchste Zeit also für eine kleine Zusammenfassung.

DungeonLeague_Playtest01

Los ging’s mit einer kurzen Einleitung und der Erklärung der Regeln.

In der letzten Woche haben wir den ersten größeren Playtest für Dungeon League veranstaltet, bei dem mehr als eine Partie gleichzeitig gespielt wurde – genauer gesagt wurden von sieben Testspielern vier Partien gespielt. Und insgesamt waren wir extrem zufrieden mit dem Ergebnis: Alle hatten Spaß und das Feedback war enorm hilfreich (dazu gleich mehr).

Die Vorbereitungen für einen solchen Test haben wir allerdings etwas unterschätzt. Bisher hatten wir immer nur einen aktuellen Prototyp, bei dem wir zuletzt immer nur Einzelteile austauschen mussten. Für den Playtest haben wir an einem Wochenende fünf vollständige Prototypen hergestellt, was nicht nur unsere Druckerpatronen sondern auch unsere Hände beim Ausschneiden hunderter Karten und Tokens zu spüren bekommen haben. Aber hey, irgendwann kommt man beim Abrunden von 175 Spielerkarten fast in eine Art meditativen Trance-Zustand.

Regeln für Anfänger und Fortgeschrittene

DungeonLeague_Playtest02

Die Torschussmechanik für Fortgeschrittene in Aktion.

Aber zurück zum Playtest: Fünf unserer Versuchsspieler haben Dungeon League zum ersten Mal gespielt. Wir konnten also besonders viele Erkenntnisse zum Spieleinstieg und zur Verständlichkeit sammeln. Praktisch war auch, dass wir sowohl absolute Brettspielexperten als auch reine Gelegenheitsspieler dabei hatten. So hatten wir relativ schnell die Bestätigung, dass die Aufteilung der Torschussmechanik in eine Anfänger- und eine Fortgeschrittenen-Variante gut funktioniert. In dieser Aufteilung sahen wir uns sogar so sehr bestätigt, dass wir diese Trennung noch auf ein paar andere Stellen ausweiten wollen. So sollen Einsteiger schneller und unkomplizierter ins Spiel finden, während erfahrenere Spieler nicht auf mehr Spannung und zusätzliche Spieltiefe verzichten müssen.

Die neue Torschussmechanik für Fortgeschrittene selbst kam insgesamt gut an, da sie zu deutlich mehr Nervenkitzel beim Abschluss führt. Statt zu würfeln, kommt es dabei zu einem kleinen psychologischen Mini-Spiel mit gewissen Ähnlichkeiten zu “Siebzehn und vier”.  Noch ist es für den Torhüter aber etwas zu schwer, den Schuss zu halten. Hier ist also noch etwas Feinschliff an den Zahlen nötig, um für das perfekte Balancing zu sorgen.

Weg mit dem Schachfeld-Look

Das neue Spielfeld ohne die schwarzweißen Felder.

Das neue Spielfeld ohne die schwarzweißen Felder.

Was nicht gut funktionierte, war die Einteilung des Spielfelds in Feldabschnitte und verschiedenfarbige Spielerfelder. Die schwarzen und weißen Felder dienen vor allem dazu, zu erkennen, wer direkter und wer indirekter Gegenspieler ist. Weil die Felder von Anfang an Teil unseres Prototyps waren, haben wir sie schon für völlig selbstverständlich gehalten. Die vielen Nachfragen unserer Testspieler zu dem Thema haben uns aber klar gemacht, dass sie einem einfachen Spieleinstieg im Weg stehen.

Die größte Änderung nach dem Test wird daher sein, dass die Felder komplett verschwinden, sodass die Feldabschnitte die einzigen Anzeigen zur Positionsbestimmung sind. Auch wenn dadurch ein paar taktische Möglichkeiten wegfallen, ist der Gewinn an Klarheit und Verständlichkeit deutlich größer. Allerdings hat diese grundlegende Änderung starke Auswirkungen auf viele Bereiche des Spiels, sodass fast jede Regel noch einmal überprüft und das Balancing angepasst werden muss.

Netter Nebeneffekt: Die schwarzweißen Felder haben immer stark an ein Schachbrett erinnert und passten optisch nicht zum Rest. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, ist es also doppelt sinnvoll, auf die Spielerfelder zu verzichten.

Und sonst?

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Zum Glück: Auch Nicht-Fußballfans haben Spaß an Dungeon League!

Die optische Gestaltung, insbesondere die Spielerkarten, kamen durchweg super an. Auch das Zusammenstellen des eigenen Teams für die Dungeon League sorgte bei Manager-Gemütern für wahre Freude. Mehrfach wurde nach einem Liga-Modus gefragt, um mit seinen Lieblingen auch über ein Spiel hinaus Erfolge zu feiern. Da wir etwas entsprechendes ohnehin schon im Hinterkopf hatten, werden wir uns dazu in nächster Zeit konkreter Gedanken machen.

Besonders schön war auch das Fazit unserer einzigen mitspielenden Frau an diesem Abend: “Fußball finde ich eigentlich langweilig, aber hier war es richtig spannend.” Alles in allem also ein sehr gelungener Test, der uns bestätigt hat, dass wir auf einem guten Weg sind und uns gleichzeitig aufgezeigt hat, an welchen Stellen es noch hapert. Mehr Bilder von Testabend gibt es übrigens auf Facebook.

Außerdem haben wir die Spieler-Sektion auf der Seite aktualisiert. Mittlerweile könnt ihr dort schon 12 fertige Spieler der Dungeon League bewundern. Hier die letzten vier Neuzugänge:

Rotkärtchen OrzaReckenhauer

LeoKahn Goaliath

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